Das klassische Lektorat


Das klassische Lektorat, also das Redigieren von Texten, hat mehrere Ziele. Natürlich widme ich mich Rechtschreibung, Zeichensetzung und der einen und anderen grammatikalischen Finesse. Ihr erweiterter Infinitiv ist bei mir in guten Händen, das Jonglieren mit Gedankenstrich, Semikolon oder Auslassungszeichen auch.

 

Dazu kommt die Einhaltung eines gleichbleibenden Stils, die Überprüfung von Zitaten, Querverweisen und z. B. technischen Details: Muss der Kommissar seine Dienstwaffe tatsächlich entsichern – oder hat dieses Modell gar keine manuelle Sicherung? Wer spricht über die kugelsichere Weste, die nur ein Laie so nennt? Der Polizist spricht von Kevlarweste, in der Buchhaltung des Kommissariats taucht sie als „beschusshemmende Weste“ auf.

 

Wer schreibt, macht immer wieder die Erfahrung, dass hier und da die Distanz zum eigenen Text verloren geht. Auch Profis und Vielschreibern geht das so. Da ist eine Formulierung für Außenstehende nicht mehr nachvollziehbar. Manchmal ist weniger mehr, wenn es ganz einfach zu ausufernd wird. Oder manchmal ist auch mehr mehr – und etwas Ausschmückung, ein paar zusätzliche Details tun einem Text gut.

Und natürlich kann auch der Inhalt durcheinander geraten sein. Warum begegnet der Protagonist dem kleinen weißen Hund mit den schwarzen Ohren im Treppenhaus, obwohl der drei Seiten zuvor schon hinter Frauchen her aus dem Haus gelaufen war?

 

Das kann ich zwar auch nicht beantworten – aber ich mache auf die offenen Fragen aufmerksam ;-)


Eine Auswahl an Referenzen finden Sie hier.


Was ist ein Übersetzungs-Lektorat?

Sie haben eine übersetzte Version eines englischen Originals vorliegen? Lassen Sie mich einen professionellen Blick darauf werfen. Denn oft genug wird im Detail "hopplahopp" übersetzt.

 

Ein vertrauter Anblick im Blues ist die blues harp. Was? Dafür gibt es eine extra "Blues Harfe"? Angeblich wurde das im Film Blues Brothers so übersetzt. Ziemlicher Quatsch, denn hier geht's um die allseits beliebte Mundharmonika.

 Wer cartoon mal eben mit "Comic" übersetzt, sollte vorher geschaut haben, ob im Text nicht gerade ein Fernseher lief. Denn dann ist nicht der Comic, sondern der Zeichentrick-Film gemeint – das eindeutige animated cartoon ist im Englischen und Amerikanischen nicht mehr zwingend.

 

Vor allem aber geht es darum, einen übersetzten Text ebenso rund und flüssig zu schreiben wie eine deutschsprachige Erstversion. Ob es dabei zu einer intensiven Zusammenarbeit kommt oder bei der klassischen Reihenfolge bleibt (an deren Ende das Lektorat steht), variiert von Projekt zu Projekt.


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Ein abgemachter Termin wird eingehalten. Hand drauf!