Lektorat, Kürzungen, Autorencoaching

Handwerk und Erfahrung buchen

„Erfahren“ … was verbinden Sie mit dieser Eigenschaft? Alter Hase? Routiniert? Vielleicht sogar weise? Und was hat das mit einem Lektorat zu tun?

 

Ich definiere es so: Sicherheit in Orthographie und Lesefluss, die haben gute Lektoren schnell. Wer über Jahrzehnte lektoriert, erwirbt hier noch mehr, ja: Routine. Für mich rückt verstärkt etwas ganz anderes in den Fokus. Meine Erfahrung verschafft mir Platz für den Text selbst, für die Feinheiten. Für die B-Note.

 

So, wie ein Tango-Profi nicht mehr auf seine Schrittfolge achtet – er oder sie ist voll und ganz mit dem Ausdruck, der Perfektionierung beschäftigt. So tauche ich in den Text ein, nehme die Intention der Autorin oder des Autors auf.

 

Die B-Note

Nach vielen Jahren widme ich mich beim Redigieren immer auch der B-Note. Ich verstehe SchreiberIn und Geschriebenes, nehme Änderungen nicht im eigenen Sinne vor. Sondern im Sinne des Textes. Und der hat – als Thriller, als Liebesgeschichte oder historischer Roman – immer wieder ganz andere Anforderungen.

 

Dazu braucht es Erfahrung, die Sie bei mir jederzeit mitbuchen. Erfahrung, die ich in Festanstellung und selbstständiger Arbeit gesammelt habe. Immer mit dem Ziel, mir einen Text zu eigen zu machen, und dennoch mit den Augen einer professionellen Lektorin zu redigieren.

 

Und jetzt würden Sie gerne konkret wissen, wie ich arbeite? Stellen Sie mich auf die Probe! Ich freue mich auf Ihren Text!


Professionalität plus Erfahrung: Gefühlvolles Lektorat für ein richtig gutes Ergebnis.

Kurz und knapp: Mit Mut zur professionellen Kürzung!

Susanne Zeyse: Meine Vita.

Ein Blick zurück: Meine Referenzen.


Warum das alles?

Das klassische Lektorat, also das Redigieren von Texten, hat mehrere Ziele. Natürlich widme ich mich Rechtschreibung, Zeichensetzung und der einen und anderen grammatikalischen Finesse. Ihr erweiterter Infinitiv ist bei mir in guten Händen, das Jonglieren mit Gedankenstrich, Semikolon oder Auslassungszeichen auch.

 

Dazu kommt die Einhaltung eines gleichbleibenden Stils, die Überprüfung von Zitaten, Querverweisen und z. B. technischen Details: Muss der Kommissar seine Dienstwaffe tatsächlich entsichern – oder hat dieses Modell gar keine manuelle Sicherung? Wer spricht über die kugelsichere Weste, die nur ein Laie so nennt? Der Polizist spricht von Kevlarweste, in der Buchhaltung des Kommissariats taucht sie als „beschusshemmende Weste“ auf.

 

Wer schreibt, macht immer wieder die Erfahrung, dass hier und da die Distanz zum eigenen Text verloren geht. Auch Profis und Vielschreibern geht das so. Da ist eine Formulierung für Außenstehende nicht mehr nachvollziehbar. Manchmal auch ist weniger mehr, wenn es ganz einfach zu ausufernd wird. Oder manchmal ist auch mehr mehr – und etwas Ausschmückung, ein paar zusätzliche Details tun einem Text gut.

Und natürlich kann auch der Inhalt durcheinander geraten sein. Was passiert eigentlich mit dem roten Kleintransporter, der im ersten Kapitel so ungünstig auf dem Seitenstreifen stehenblieb und nie wieder erwähnt wurde? Und warum begegnet der Protagonist dem kleinen weißen Hund im Treppenhaus, obwohl er drei Seiten zuvor schon aus dem Haus getreten war?

 

Das kann ich zwar auch nicht beantworten – aber ich mache auf die offenen Fragen aufmerksam ...

Und wer braucht Kürzungen?

Natürlich soll auch ein gekürzter Text uneingeschränkte Lesefreude bieten. Trägt er einfach ein paar Pfunde zu viel mit sich herum, kürze ich mit Augenmaß und Erfahrung. Aber es gibt auch konkrete Gründe für eine Kürzung: Ganz oben steht das Erstellen einer Hörbuchfassung.

 

Und da geht es um viel mehr, als einfach alles auf drei CDs zu bekommen. Stilistisch und inhaltlich muss der Text stimmig bleiben, dazu braucht es ein geschultes Auge.

 

Eine gut strukturierte Geschichte ist am einfachsten zu kürzen. Das Bewegende, Interessante entsteht oft aus einer Kernidee oder einer Kernszene, um die herum sich alles aufbaut. Wer kürzt, muss also diesen Kern im Blick haben, denn er ist der innere Motor, das Herz eines Textes. Beim Kürzen müssen einerseits alle wichtigen Informationen erhalten bleiben. Andererseits darf das nicht zu Lasten des flüssigen Lesens oder entspannten Hörens gehen. Mehr zum Thema Kürzungen ...

Nicht nur für Selfpublisher

Darf's ein bisschen mehr sein? Also wollen Sie Ihr Buch im sogenannten Selfpublishing veröffentlichen, ohne Verlag? Oder schreiben Sie vielleicht gerade Ihr erstes Buch?

 

Fast immer fehlt in so einer Situation ein konstruktives Korrektiv, ein Gegenpart, der nicht einfach nur rote Striche an den Rand macht, sondern berät und erklärt. Genau das macht mir seit Jahren viel Spaß! Schauen Sie mal hier!


Was ist ein Übersetzungs-Lektorat?

Sie haben eine übersetzte Version eines englischen Originals vorliegen? Lassen Sie mich einen professionellen Blick darauf werfen. Denn oft genug wird im Detail "hopplahopp" übersetzt.

Ein vertrauter Anblick im Blues ist die blues harp. Was? Dafür gibt es eine extra "Blues Harfe"? Angeblich wurde das im Film Blues Brothers so übersetzt. Ziemlicher Quatsch, denn es geht um die allseits beliebte Mundharmonika.

 

Vor allem aber geht es darum, einen übersetzten Text ebenso rund und flüssig zu schreiben wie eine deutschsprachige Erstversion. Ob es dabei zu einer intensiven Zusammenarbeit kommt oder bei der klassischen Reihenfolge bleibt (an deren Ende das Lektorat steht), variiert von Projekt zu Projekt.